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28.03.2017

Durmersheim blüht auf!

Durmersheim blüht auf! 

Im Vorfeld der diesjährigen Aktion "Durmersheim blüht auf!", wollen wir Sie mit Informationen rund um das Thema "Garten" auf einen blühenden Somer einstimmen. In den kommenden Wochen werden wir dazu einzelne Berichte veröffentlichen.

 

Naturgärten statt Einheitsgärten

Wer Tiere in seinen Garten lockt, hat zahlreiche Vorteile: Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge bestäuben Obstbäume und Beerensträucher und sorgen so für viele Früchte. Vögel halten die Insektenschar in Schach. Igel, Spitzmaus und Eidechse machen sich gerne über Nacktschnecken her. Marienkäfer- und Florfliegenlarven sind die größten Feinde der Blattlaus, Schlupfwespen fressen Raupen - eine Liste, die sich beliebig fortsetzen lässt, je größer die Artenvielfalt ist.
Warum meist heimische Pflanzen das Rennen machen, wenn es um die Gunst der Tiere geht? Ganz einfach: Beide sind seit Langem aneinander angepasst.
Viele züchterisch veränderte Zierpflanzen, wie die Forsythie etwa oder Edelrosen, produzieren gar keinen Nektar oder Pollen. Ökologisch sind sie also wertlos. Bei Sträuchern und Stauden mit 'gefüllten Blüten' wiederum wurden die Blütenblätter auf Kosten der Staubblätter züchterisch vermehrt, das heißt, sie haben keine Pollen mehr. Und auch an den Nektar kommen die fleißigen Sammler wegen der dichten Blütenblätter nur noch schwer heran. Wer den Insekten etwas Gutes tun möchte, achtet beim Kauf von Zierpflanzen also besser auf nektarreiche, ungefüllte Blüten.
Doch nicht nur Nektar und Pollen sind wichtig, auch die Blätter müssen genießbar sein. Schmetterlingsraupen zum Beispiel sind oft auf ganz bestimmte Futterpflanzen angewiesen. So bietet der beliebte Schmetterlings- oder Sommerflieder, an dem sich ausgewachsene Falter gerne tummeln, den Raupen keine Nahrung. Viel wertvoller ist  eine Hecke aus heimischen Sträuchern, eine Wildblumenwiese oder eine kleine Brennnesselecke.
Die Insekten, die sich in Ihrem Garten tummeln, ziehen viele Singvögel an und sind für die Aufzucht der Jungen unverzichtbar. Viele Vogelarten sind außerdem auf Früchte und Sämereien angewiesen. Auch hier stellen heimische Pflanzen alles andere in den Schatten: Allein von den Früchten der Eberesche und des Schwarzen Holunders ernähren sich jeweils mehr als 60 Vogelarten, von denen des heimischen Wacholders rund 40.
Geschickt ausgewählt, gibt es an heimischen Sträuchern und Stauden das ganze Jahr etwas zu holen: Nektar, Blätter, Früchte, Verstecke und Nistplätze, daneben bunte Blüten und Beeren.
Frühe Blüher wie Hasel, Kornelkirsche und Salweide sind für Insekten besonders wichtig, beerentragende Gehölze für Vögel. So hat jedes Gehölz seine Qualitäten und für jeden Standort lässt sich etwas finden: Wildrosen oder Obst vor allem für die sonnigen Stellen, Heckenkirsche oder Eibe für die Schattenplätze. Wer genügend Platz hat, bietet so Vögeln und Säugetieren hervorragende Versteck- und Nistmöglichkeiten.
Heimische Stauden und ein- oder zweijährige Blütenpflanzen ergänzen das Nektarangebot und dehnen es bis in den Herbst aus. Auch hier sind besonders die ersten Pflanzen im Jahr sehr wertvoll, aber auch die Spätsommer- und Herbstblüher, denn nach der reichen Sommerblüte finden viele Insekten kaum noch Nahrung. Schneiden Sie daher Stauden im Herbst nicht zurück, das macht sie frostempfindlicher und nimmt vielen Insekten die Überwinterungsmöglichkeit. Um das Aussamen zu verhindern, einfach das Verblühte entfernen.
Nicht nur auf die Pflanzenauswahl kommt es an. Mit Einfallsreichtum, mal mehr, mal weniger Arbeit und ein bisschen Mut zur Wildnis kann man wertvolle Nischen schaffen - mit Reisig, Totholz, Steinen und Wasser.

 

 

Sollten Sie Fragen zu "Durmersheim blüht auf!" haben wenden Sie sich bitte unter 07245/920-293 an das Umweltamt der Gemeinde Durmersheim.