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28.03.2017

Weitere Masernerkrankungen registriert


Gesundheitsamt rät zu ausreichendem Impfschutz

Der derzeitige Masernausbruch in Baden-Baden und im Landkreis Rastatt setzt sich fort. In den letzten vier Wochen wurden dem Gesundheitsamt insgesamt 16 Fälle gemeldet, alle bisher Erkrankten waren nicht oder nicht ausreichend gegen Masern geimpft. Betroffen war zunächst vor allem Baden-Baden-Steinbach, inzwischen werden aber auch Fälle aus dem Landkreis Rastatt gemeldet.


Das Gesundheitsamt rät allen Personen, insbesondere den nach 1970 Geborenen, nochmals dringend, den eigenen Impfschutz und den ihrer Kinder überprüfen zu lassen und fehlende Impfungen zeitnah nachzuholen. Es macht weiterhin darauf aufmerksam, dass das Infektionsschutzgesetz vorsieht, dass in Gemeinschaftseinrichtungen (Kindergärten, Schulen), in denen ein Masernfall oder ein Maserverdachtsfall auftritt, allen nicht geimpften Kindern der Besuch der Einrichtung untersagt werden kann, bis eine Weiterverbreitung durch sie nicht mehr zu befürchten ist. Mit entsprechenden Untersagungen muss ab sofort gerechnet werden.

Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die von Mensch zu Mensch sehr leicht durch Tröpfchen (Husten, Niesen, Sprechen) übertragen wird und vorwiegend im Kindesalter, zunehmend aber auch bei nicht geimpften und nicht immunen Erwachsenen auftreten kann. Die hochfieberhafte Erkrankung geht mit ausgeprägten Allgemeinsymptomen (Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung) und einem typischen Hautausschlag einher und dauert bei unkompliziertem Verlauf circa zwei Wochen.

Bei 10 bis 20 Prozent der Erkrankten kann es zu Komplikationen kommen, die schwerwiegende Folgen haben können, auch Todesfälle kommen vor. Das Spektrum reicht von Mittelohrentzündungen über schwere Lungenentzündungen bis hin zu Hirnhaut- und Gehirnentzündungen (Meningitis bzw. Enzephalitis). Die Entzündung des Gehirns und seiner Häute verläuft in bis zu 20 Prozent aller Fälle tödlich. In weiteren 20 bis 40 Prozent der Fälle bleiben dauerhafte Schädigungen, die zu motorischen und geistigen Einschränkungen führen. Bei Erwachsenen verläuft die Erkrankung zumeist schwerer.


Das einzige Reservoir der Masernviren sind infizierte Menschen. Die Viren können in der Inkubationszeit (die Zeit vor Ausbruch der Erkrankung) an andere weitergegeben werden. Dagegen schützen kann man sich nur mit der Masernimpfung, die öffentlich empfohlen und sehr gut verträglich ist. Alle Kinder sollten bereits ab dem 11. bis 14. Lebensmonat durch eine zweimalige Impfung geschützt werden - in der Regel mit einem Masern-Mumps-Röteln-Kombinationsimpfstoff. Dies gilt auch für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene (ab Jahrgang 1970), bei denen fehlende Impfungen sobald wie möglich nachgeholt werden sollten. Auch Personal in Krankenhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen sollte geimpft sein. Eine Impfung von unzureichend geschützten Personen ist auch noch kurz nach einem Kontakt zu Erkrankten möglich und empfohlen.