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06.04.2017

Durmersheim blüht auf!

Durmersheim blüht auf! 

Im Vorfeld der diesjährigen Aktion "Durmersheim blüht auf!", wollen wir Sie mit Informationen rund um das Thema "Garten" auf einen blühenden Somer einstimmen. In den kommenden Wochen werden wir dazu einzelne Berichte veröffentlichen.

 

 

 

Durmersheim blüht auf -  Nischen für das pralle Leben

Mit wenig Aufwand lassen sich auch in kleinen Gärten Strukturen anlegen, die unserer heimischen Tierwelt nutzen:

Viele Insekten leben im oder am toten Holz - das muss kein morscher Baum sein, ein Totholzstapel reicht völlig. Unter einem Reisighaufen  schafft man außerdem Nistplätze für Rotkehlchen und Zaunkönig.

Mit einer Trockenmauer gestalten Sie einen einzigartigen Lebensraum. Ob frei stehend oder als Stützmauer: Prinzipiell sind alle Natursteine für den Bau einer Trockenmauer geeignet - aufgebaut hält sie ewig.

Viele Wildpflanzen (wie die Pfingst-Nelke, das Kleine Seifenkraut oder der Blutrote Storchschnabel) sind auf die extremen Bedingungen spezialisiert und ziehen wiederum viele seltene Tierarten an. Wildbienen, Hummeln oder Eidechsen nutzen die Steine aber auch zum Aufwärmen oder um sich in den Nischen zu verstecken.

Für manch einen ist ein Garten erst mit Teich so richtig rund. Die wichtigste Regel im Naturteich: keine Fische. Die würden in dem kleinen Biotop unter Insekten und Amphibien großen Schaden anrichten und schon wäre es vorbei mit dem ökologischen Gleichgewicht.

Vor einer Stechmückenplage brauchen Sie in einem Naturteich übrigens keine Angst zu haben. Zu viele Räuber (wie Libellen und ihre Larven) halten die Mücken und ihre Larven in Schach - darunter, Wasserläufer und Rückenschwimmer. Auch sonst macht sich die Tierwelt nützlich: Molche zum Beispiel fressen Nacktschneckeneier und bei Posthornschnecken und Wasserflöhen stehen Algen auf dem Speiseplan.

Wem der nötige Platz für einen richtigen Teich fehlt, aber trotzdem gerne Wasser im Garten oder auf der Terrasse haben möchte, kann zum Beispiel auch in einem einfachen Holzfass oder einer Wanne einen Miniaturwassergarten gestalten. Bepflanzt mit genügsamen Wasserpflanzen wie Seerosen, Sumpfdotterblumen oder Zwergrohrkolben, wird auch daraus ein kleines Feuchtbiotop.

Ganz wichtig ist hier jedoch: Wenn Kleinkinder den Garten nutzen, müssen Sie den Teich unbedingt sichern. Durch einen Zaun etwa, oder ein grobmaschiges, stabiles Gitter über dem Teich.

Nicht jeder kann mit Höhlen in alten Obstbäumen oder Brutnischen am Haus dienen. Doch Platz für einen Nistkasten findet sich überall. Das freut die Vögel und viele andere Tierarten: Nützlinge und Säugetiere überwintern hier und mit etwas Glück zieht sogar eine Fledermaus ein.

Für jede Art findet sich das passende Modell. Nistkästen sollten aus unbehandeltem Holz sein und in etwa zehn Metern Abstand zueinander katzen- und mardersicher aufgehängt werden. Das Einflugloch wird idealerweise nach Osten oder Südosten ausgerichtet, also wetterabgewandt und nicht zu sonnig. Reinigen Sie die Nester im Herbst, so schützen Sie die kommende Brut und überwinternde Säugetiere vor übermäßigem Parasitenbefall.

Etwa fünfhundert Wildbienenarten gibt es in Deutschland. Viele von ihnen kommen gerne in den Garten, wenn es Wohnraum gibt: Hohlräume in Holz oder Stängeln, Steinmauern, Lehmwände, Sand- oder Kiesbeete. Anders als bei Honigbienen und Wespen sind sie äußerst friedlich und stechen nicht.  Viele Wildbienenarten nisten in hohlen Stängeln. Leicht lassen sich auch hohle Schilf- oder Bambusstängel in leere Konservenbüchsen oder in Holzkästen stecken, damit sie vor Regen geschützt sind. Idealerweise haben die Stängel unterschiedlich große Durchmesser, eine Länge von acht bis zehn Zentimetern reicht. Zur Sicherung gegen hungrige Vögel sollte eine Sicherung mit Vogeldraht angebracht werden. Auch bieten sich Baumscheiben mit künstlich gebohrten Löchern als Nisthilfe an.

Wer jetzt noch Kompost statt Torf verwendet, über den Winter das Herbstlaub unter Bäumen und Sträuchern oder dem Staudenbeet liegen lässt (es wärmt, schützt den Boden und wird bis zum Frühjahr zu wertvollem Humus zersetzt)  und Schädlinge mit biologischen Mittel bekämpft, hat den perfekten Naturgarten.

 

 

Sollten Sie Fragen zu "Durmersheim blüht auf!" haben wenden Sie sich bitte unter 07245/920-293 an das Umweltamt der Gemeinde Durmersheim.