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08.08.2017

Sprach Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist

Mit der Ressourcenbrille zurück in die Kita - Verbund übergreifender Thementag im Bundesprojekt Sprach Kitas

Zu einem verbundübergreifenden Thementag trafen sich am 25.07.2017 zwei aneinander grenzende Verbünde aus dem Bundesprojekt "Sprach Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist!" im Rathaus Stutensee. Dazu eingeladen hatten die Fachberaterinnen Barbara Hofmann für den Verbund im Stutensee/Kreis Karlsruhe und Beatrice Schubert für den Verbund im Kreis Rastatt/Baden-Baden.

 

Fachkräfte aus 19 Einrichtungen in beiden Kreisen, die in der Rolle der zusätzlichen Fachkraft die Einrichtungsteams in den Handlungsfeldern alltagsintegrierte sprachliche Bildung, inklusive Pädagogik und Zusammenarbeit mit Familien unterstützen und beraten, traten zunächst in einen regen Austausch über das eigene Arbeitsfeld und zu den bisher gemachten Erfahrungen im Bundesprojekt. Schon hier wurde deutlich, wie reichhaltig sich die Arbeit in Einrichtungen der Frühpädagogik heute gestaltet, aber auch wie breit die Palette der Herausforderungen ist, insbesondere dann, wenn die Teams mit einer großen Vielfalt von Familien unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft konfrontiert sind. Mit Blick auf die Ressourcen aller Familien bereichern diese die Arbeit frühpädagogischer Einrichtungen zunehmend.

Die durch das Projekt zusätzlich geschaffene halbe Fachkraftstelle, deren Finanzierung durch das Bundesfamilienministerium unterstützt wird, hilft den im Bundesprojekt beteiligten Einrichtungen die 3 Handlungsschwerpunkte differenziert in den Blick zu nehmen. Neben der zusätzlichen Fachkraft braucht es darüber hinaus aber auch zeitliche, strukturelle und weitere finanzielle Ressourcen, um die Themen in den Teams zu diskutieren und nachhaltige Effekte zu erreichen. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Einrichtungsleitung, zusätzlicher Fachkraft und Team und muss darüber hinaus vor allem von Trägerseite unterstützt werden.

 

Im Mittelpunkt des Tages standen dann "Methoden und Inhalte des Bundesprogramms für den Teamtransport am Beispiel der Zusammenarbeit mit Familien". Das Bundesprogramm bietet dafür eine Fülle von Möglichkeiten.

Dazu gehören sowohl theoriegestützte Materialien zur Wissensvermittlung, -wiederholung oder -vertiefung, als auch praktische Übungen, die für die Themen des Bundesprogramms sensibilisieren und den Lernprozess der Teams unterstützen. Aufgabe der zusätzlichen Fachkraft ist es hier, Lerntypen und -formen im eigenen Team zu identifizieren, entsprechendes Material teamspezifisch aufzuarbeiten und dann in der Einrichtung zu erproben. Helfen sollen ihnen dabei die 8 Schritte des Lernens. Vom Interesse im Team wecken, führt der Lernprozess über wahrnehmen, verarbeiten, verankern, erinnern, wiedergeben und übertragen schließlich zur Anwendung, was von jeweils 4 Fachkräften mit einem Gruppenpuzzle erarbeitet wurde.


Mit der Methode "Placemat Activity" nahmen die teilnehmenden Fachkräfte die Zusammenarbeit mit Eltern in den Blick und trugen anhand von Leitfragen praxisrelevante Erfahrungen zusammen. Eltern werden vor allem als "Experten Ihrer Kinder" gesehen und bringen außerdem viele Kompetenzen mit, die von den Fachkräften als Ressourcen betrachtet werden und die Zusammenarbeit bereichern. Darüber hinaus wurde durch die Methode die Perspektive der Fachkräfte in den Blick genommen und praktizierte Zugänge zu Eltern in den Einrichtungen identifiziert. Mit Eltern im Gespräch zu sein und sie als Partner zu sehen, erfordert den Dialog auf Augenhöhe. Dies bedeutet, das eigene Kommunikationsverhalten zu reflektieren und eine positive Gesprächshaltung zu entwickeln. Dabei helfen die Methode des Reframings, aber auch Rollenspiele, die eine Perspektivübernahme erfordern und Fachkräfte in die Elternrolle schlüpfen lassen. 

 

Auch dies konnten die Fachkräfte am gemeinsamen Thementag erproben. Nach vier Stunden intensiven, aber "kurzweiligen Ausprobierens" in  "lockerer Atmosphäre" nahmen die Fachkräfte viele neue Ideen und Methoden mit. Alle waren sich darin einig, dass ein "positiver Blick und ein Perspektivwechsel den Kontakt zu den Eltern erleichtern". Den Blick nach vorn gerichtet wünschen die Fachkräfte sich zukünftig weitere Methoden, die den Transfer der Themen in die Teams erleichtern, insbesondere in Bezug zu den Themen inklusive Pädagogik, dialogische Haltung und Reflexion des eigenen Sprachverhaltens - ein klarer Auftrag an die Fachberaterinnen, den wir gern mitnehmen.


Auskünfte zur Arbeit in den beiden Verbünden erteilen:
Barbara Hofmann, Fachberaterin im Bundesprogramm Sprach - Kitas, Stadtverwaltung Stutensee, Mail: sprachbildung@stutensee.de, Telefon 07244/969-561
Beatrice Schubert, Fachberaterin im Bundesprogramm Sprach - Kitas, Gemeinde Durmersheim,
Mail: b.schubert@durmersheim.de, Telefon 07245/920-280
 
Weitere Informationen zum Bundesprojekt können unter http://sprach-kitas.fruehe-chancen.de/themen/sprachliche-bildung abgerufen werden bzw. finden Sie hier.