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04.10.2017

Seniorenausflug 2017

Seniorenausflug nach Bretten

Gut gelaunt fuhren die Durmersheimer Senioren im voll besetzten Bus durch den hügeligen Kraichgau nach Bretten. Wir hatten Sonne bestellt und pünktlich zur Stadtführung strahlte sie auch vom Himmel. Dabei erfuhren wir viel Wissenswertes über das Städtchen, das von 12.250 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Im Laufe der Jahrhunderte hatten viele Herren das Sagen, deren Wappen man an der Fassade des alten Rathauses bewundern konnte; u.a. war auch das Geschlecht der Ebersteiner dabei.

1504 wehrten sich die Brettener erfolgreich gegen die Belagerung durch Ulrich von Württemberg auch mit einer List: Sie mästeten einen kleinen Hund und schickten sie zu den Soldaten vor der Stadtmauer, sodass diese einsehen mussten, eine längere Belagerung ist zwecklos.

So gilt das Brettener Hundle, ein Mos, auch heute noch als Wahrzeichen der Stadt. Das jährliche Peter- und Paul-Fest erinnert mit seinem mittelalterlichen Flair an diese Geschichte.

Wir erfuhren, dass sich die Katholiken und die Reformierten lange Zeit die Stiftskirche geteilt hatten.

Wichtige Arbeitgeber sind auch heute noch die Fa. Neff (Herde, Waschmaschinen), ein Tierfutterhersteller und die Fa. Glas-Bischoff. Diese hat z. B. das Glas für die Kuppel im Berliner Reichstagsgebäude geliefert.

Nach so viel Information stärkten wir uns im Café Melanchthon. Dann gingen wir ins Melanchthonhaus gleich nebenan. Wo uns die Führerin den großen Sohn der Stadt Bretten mit sehr viel Begeisterung näherbrachte. Philipp Melanchthon wurde als Philipp Schwarzerd 1497 als Sohn eines Waffenschmiedes in Bretten geboren.

Nach dem frühen Tod des Vaters kam er mit seiner Großmutter zu seinem Großonkel, dem Humanisten Johannes Reuchlin, nach Pforzheim. Dieser erkannte die große Begabung des Jungen und er unterrichtete und förderte ihn sehr. Bereits als 12-Jähriger studierte Melanchthon in Heidelberg und lehrte später in Tübingen.

In Wittenberg wurde er zum wichtigsten Weggefährten von Martin Luther.
Melanchthon hielt zu über 120 Städten persönlichen und brieflichen Kontakt. Die Wappen dieser Städte konnten wir alle im Städtezimmer im Haus bewundern, ebenso viele Bücher und Handschriften.

Das heutige Melanchthonhaus wurde auf die Initiative des Berliner Prof. Müller 1897 errichtet. Dieser wollte bei seinen Studien über Melanchthon unbedingt, dass der berühmte Sohn in seiner Heimatstadt auch ein würdiges Denkmal bekam.

 

Viele Firmen und Bürger von Bretten stifteten und halfen zusammen.
Auch heute noch ist das Haus und seine große Bibliothek ein wichtiger Anlaufpunkt für viele Historiker und Wissenschaftler.

 

Nach so viel Geschichte bekamen wir Hunger und der Bus brachte uns auf den Michaelsberg bei Untergrombach mit seiner weithin sichtbaren Wallfahrtskapelle.

 

Wir genossen einen wunderschönen Rundumblick und anschließend im Gasthaus ein herrliches Abendessen.

Und dann packte Fritz sein Akkordeon aus und es wurde kräftig gesungen. Eine Seniorin forderte beim "Griechischen Wein" den griechischen Wirt zu einen Tänzchen auf, was uns allen dann einen zusätzlichen Ouzo bescherte.

Viel zu schnell verging die Zeit und gegen 22 Uhr machten wir uns glücklich und zufrieden auf den Heimweg.

Auch beim 2. Ausflug hatten die Teilnehmer viel Spaß. Da hat besonders der Rundgesang die Leute in Schwung gebracht.

Schee war's!