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20.06.2017

Berechnung der Wassergebühren bei Rohrbrüchen

 

Was tun bei Wasserrohrbruch?

Für die Bereithaltung des Wassers und für dessen Verbrauch erhebt die Gemeinde einen Wasserzins. Dieser wird, wenn er durch einen Wasserzähler ermittelt wird, nach dem gemessenen Verbrauch berechnet. Die Wassermenge, die ein den Normen entsprechender Wasserzähler richtig anzeigt, gilt auch dann als Gebührenbemessungsgrundlage, wenn sie ungenutzt, etwa durch schadhafte Rohre, offene Zapfstellen, schadhafte Ventile der Heizungsanlage, Überdruckventile usw. verloren gegangen ist.


Es kommt immer wieder vor, dass Wasserabnehmer bei der Gemeinde vorsprechen und Antrag auf Erlass von Wassergebühren stellen, weil auf dem Grundstück durch die oben angeführten Schäden mehrere hundert Kubikmeter Wasser verloren gegangen sind. Bei Jahresabrechnungen können so Nachzahlungen zwischen 500 € und 2.500 € entstehen. Diesen Erlassanträgen kann nicht entsprochen werden, weil die Leistung der Wasserlieferung durch die Gemeinde erbracht und auch bezahlt ist.


Nach der Satzung ist der Eigentümer für die Instandhaltung der Installation verantwortlich.


Wir geben deshalb folgenden Rat:

Von Zeit zu Zeit sollte bei den Wasserzählern eine Überprüfung durch den Hauseigentümer erfolgen.
Anhand des Zahnrades unterhalb des 5-stelligen Zählwerks (siehe Abbildung), welches auch kleinste Durchflussmengen anzeigt, können defekte Verbrauchsanlagen oder Rohrbrüche folgendermaßen festgestellt werden:

Sind alle Verbrauchsstellen im Haus abgestellt, muss besagtes Zahnrad still stehen. Dies bedeutet, dass kein Wasserdurchfluss stattfindet. Dreht es sich trotzdem, muss ein Defekt in der Verbrauchsanlage vorliegen. Typisches Beispiel ist die schadhafte Dichtung im WC-Spülkasten, wodurch Wasserverluste bis zu 300 cbm im Jahr entstehen können.