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Die Namen Durmersheim-Würmersheim-Bickesheim

Historisches Dokument
Historisches Dokument

Woher kommen die Namen Durmersheim - Würmersheim - Bickesheim?

 

 

Ob Durmersheim wie oft zu lesen einen "Turmar" als Namensgeber hat und somit das „Heim des Turmar“ ist, lässt sich weder eindeutig bejahen noch sicher verneinen. Viele Siedlungen aus jener Zeit wurden wahrscheinlich von Familiensippen gegründet und sind dann auch nach dem Sippenoberhaupt benannt worden.

 

Es darf deshalb munter spekuliert werden, ob es tatsächlich einen Sippenanführer mit diesem oder ähnlichem Namen gegeben haben könnte oder nicht.

 

Die Sprachforschung bietet indes eine etymologische und sicherlich auch verlässlichere Namensdeutung an, die sich nicht auf einen Gründer, sondern auf die topografische Lage des Ortes bezieht.

Sie verweist auf den keltischen Ursprung des Wortes "Tur", das "Wasser" bedeutet.

Auf -heim endende Ortsnamen sind in der Regel Ortschaften, die sich während der fränkischen Landnahme (bis ca. 600) zunächst als Höfe ("Heime") bildeten oder in der Folgezeit in diesen Regionen traditionsgemäß so benannt wurden.

 

Durmersheim wäre demzufolge das „Heim am Wasser“. Und Wasser war bei dieser Siedlung am Gestadebruch, also am Rande des Überschwemmungsbereiches des Rheins, und an der Federbach (kein Druckfehler: seit jeher heißt unser am Ortsrand liegender Bach korrekt "die Federbach", im Dialekt "d'Bech - die Bech) sicherlich im Übermaß vorhanden.

 

Verwandte Namen wären z.B. Durlach, Durbach oder Durlangen und auch das Wort „Durst". Aus der Schweiz passt dazu Thur und Thurgau, aus dem Englischen Durham oder Durbridge, aus Frankreich kennen wir z.B. Durance.

 

Das keltische Wort „Mar/Mer/Mor“ bedeutet „Sumpfland“. Auch diese Verknüpfung mit unserem Ortsnamen ist naheliegend. Hinweise auf diesen keltischen Wortstamm finden wir auch in Marbach, Marburg, Marschlandschaft, in Mörsch und genauso auch in Durmersheim oder Würmersheim, wobei „Würm“ auch auf „Quelle-Bach“ verweist, z.B. auch in Würmlingen, Würm (Fluss bei Pforzheim) oder  Worms.

 

Somit kann der Name "Würmersheim" als "Heim an einem Bach im Sumpfland" gedeutet werden. Diese Übersetzung entspricht durchaus der topografischen Lage von Würmersheim im Überschwemmungsgebiet des Rheins im Tiefgestade und am Federbach.

 

Mit dem seit 1901 im Würmersheimer Ortswappen zu sehenden Wurm hat der Name "Würmersheim" sicherlich nichts zu tun.

 

 

            

Kirche Maria Bickesheim
Kirche Maria Bickesheim

Auch der Ortsname Bickesheim lässt sich sprachlich erklären und heißt mit größter Sicherheit nicht automatisch Heim des Bugin.

Wer von Au am Rhein kommend ans Hochgestade gelangt, muss über den „Biggser-Buggel“ oder "Biggser Berg" hinauf aufs Hochgestade.

Für solche Erhebungen oder Anstiege aus dem Flachland heraus gibt es die alte mhd. Bezeichnung Buch oder Bug, also das heutige Wort „Buckel“. Bickesheim ist somit das "Heim auf dem Buckel".

 

Vollständigkeitshalber muss aber hier unbedingt erwähnt werden, dass es nachweislich nie eine eigenständige Ortschaft Bickesheim gab. Eine solche ist auch in keinem der alten Renovationsberichte beschrieben. Vielleicht hat es im Umfeld der Wallfahrtsstätte ein Gehöft gegeben, eindeutige Belege sind aber nicht bekannt. Noch im Ortsplan von 1763 sind neben dem Kirchengebäude an dieser Stelle nur das noch heute bestehende „Gasthaus Lamm“ und am Federbach im Bereich des heutigen Bauhofes der Gemeinde eine Mühle eingezeichnet.