Obst- und Gartenbauverein Würmersheim
Sommerschnittkurs am Samstag, 28. Mai
Der diesjährige Sommerschnittkurs findet am Samstag, 28. Mai 2022, um 14:30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist unser OGV-Grundstück am Radweg gegenüber dem Würmersheimer Friedhof. Der Schnittkurs wird in Kooperation mit der Beratungsstelle für Obst- und Gartenbau des Landratsamts Rastatt durchgeführt. Als Ansprechpartner beantwortet Ihnen die ausgewiesene Obstexpertin Hannelore Dütsch-Weiß, alle Fragen rund um den Schnitt und die Pflege von Obstbäumen. Der Sommerschnittkurs eignet sich für Anfänger und Fortgeschrittene. Die Teilnahme ist kostenlos. Infos erhalten Sie unter Tel. 07245/8047801.
Gartentipps der Woche
Unkräutern
vorbeugen
Ab Mai geht es
richtig los! Die ein- und zweijährigen Wildkräuter sind bereits im
April aufgelaufen und beginnen ihr schnelles Wachstum. Frisch
gepflanzte Flächen müssen rechtzeitig gejätet werden, denn noch sind
die Pflanzen nicht ausreichend konkurrenzstark. Ziel jeder
Staudenbepflanzung sollte aber eine geschlossene Vegetationsfläche
sein, die das Unkrautwachstum in Grenzen hält. Pflanzflächen lassen
sich durch Mulch vor übermäßigem Wildkrautwuchs schützen.
Kartoffeln
anhäufeln
Bei Bedarf
müssen die Frühkartoffeln angehäufelt werden. Der Fachhandel führt
hierfür ein sehr praktisches Handgerät.
Chicorée und
Löwenzahn säen
Die Aussaat
von Chicorée und Löwenzahn für die Treiberei ist in den ersten Tagen
der zweiten Maihälfte am günstigsten. Da der Erfolg beim Treiben im
Winter von der Stärke der Wurzeln abhängt, empfiehlt sich ein
Reihenabstand von 30 cm. Nach dem Auflaufen (Keimen) der Pflanzen
sollten sie auf 10 bzw. 15 cm in der Reihe vereinzelt werden.
Gemüseaussaat
Wenn Sie jetzt
Kopf-, Pflück- und Eissalat, Kohlrabi und Fenchel aussäen, sollten
Sie nur schossfeste Sorten verwenden. Auch bei Möhren, Rote Bete,
Rettich, Radieschen, Zwiebeln, Lauch und Kopfkohl sind Spätsorten zu
bevorzugen.
Frühbeetkästen
schattieren und belüften
Der Mai kann
schon sehr warm sein. An heißen Tagen sollte der Frühbeetkasten
schattiert werden. Möglicherweise ist auch Belüftung notwendig, je
nach Temperatur.
Kräuteraussaat
Auch die
einjährigen Kräuter wie Basilikum, Dill, Winterpostelein, Borretsch,
Bohnenkraut, Kerbel und andere kommen jetzt ins Freiland, Basilikum
allerdings erst in der zweiten Maihälfte.
Düngemaßnahmen
anpassen
Führen Sie die
Düngemaßnahmen in Abhängigkeit vom zu erwartenden Ertrag durch. Bei
Frostschäden oder Alternanz sollte die Stickstoff-Düngung reduziert
bzw. ganz weggelassen werden. Das gilt natürlich auch für
Kompostgaben. Grundsätzlich vor einer Düngung den Wuchs von Bäumen
und Unterwuchs beurteilen. Hier können bereits Rückschlüsse auf die
Nährstoffsituation gemacht werden. In Abständen ist eine
Bodenuntersuchung durchzuführen.
Wiesenpflege
In milden bzw.
warmen Lagen wird bei Wiesen ab Ende Mai bereits die Frühsommermahd
durchgeführt.
Sommerbepflanzung
Nachdem nun
auch die letzten Frühjahrsblüher in den Balkonkästen verblüht sind,
wird es Zeit für die Sommerbepflanzung. Damit blütenbesuchende
Insekten reichlich Nahrung finden, sollten Sie Pflanzen mit
einfachen, für die Blütenbesucher gut zugänglichen Blüten auswählen.
Wussten Sie, dass Bienen und Hummeln blaue, gelbe und weiße Blüten
bevorzugen, Schmetterlingen vor allem rote, blaue und gelbe und
Schwebfliegen bevorzugt gelbe und weiße Blüten anfliegen?
Kübelpflanzen
ausräumen
Nach den
Eisheiligen dürfen auch die Kübelpflanzen wieder ins Freie. Nach
Monatsmitte können Sie endlich die empfindlichen exotischen
Kübelpflanzen aus dem Winterquartier holen und, falls notwendig,
zurückschneiden. Vergessen Sie nicht, die Pflanzen nach der langen
Winterruhe durch eine Düngung zu kräftigen, gegebenenfalls auch
umzutopfen - und gründlich nach Krankheiten und Schädlingen zu
untersuchen.
Maulwurfsgrillen
im Garten
Fraßschäden
und eine wühlende Tätigkeit mit flach unter der Oberfläche verlaufenden
Gängen weisen auf Maulwurfsgrillen in Ihrem Garten hin. Zum jetzigen
Zeitpunkt können Sie die urtümlichen Insekten am besten mithilfe von
Bodenfallen und sternförmig ausgelegten Brettern wegfangen, denn in
diesem Monat sind die Tiere auch oberirdisch aktiv. Im Juli können
Sie auch die taubeneigroßen Nester im Boden vernichten.
Bohnenrost
Wenn sich auf
den Blattunterseiten und auf den Hülsen Ihrer Bohnen weißliche
Pusteln zeigen und auf dem Blatt gelbliche Verfärbungen zu sehen
sind, dann liegt ein Befall mit Bohnenrost vor. Bis in den Sommer
hinein kommt es dann zur Ausbildung der typischen rostbraunen
Pusteln. Um die Infektion einzudämmen, sollten Sie den Sommer über
längere Feuchtphasen innerhalb des Bestandes vermeiden. Gießen Sie
die Bohnen also nur von unten und lichten Sie den Bestand aus, falls
Ihre Pflanzen zu eng stehen.
Birne
Zeigen sich an
Ihrem Birnenbaum blattoberseits orangerote Flecke, handelt es sich um
einen Befall durch den Birnengitterrost. Da dieser Rostpilz
wirtswechselnd ist und auf Zierwacholder überwintert, ist darauf zu
achten, ob solche Exemplare in der Nähe der Birne stehen.
Amerikanischer
Stachelbeermehltau
Der
Amerikanische Stachelbeermehltau zeigt sich bereits auf den noch
unreifen Früchten der Stachelbeere durch einen weißen, mehligen
Belag, der rasch nachdunkelt. Die Stachelbeeren sind ungenießbar.
Langfristig helfen hier nur resistente Sorten, besonders wenn der
Pilz häufig auftritt. Bei einem Erstbefall sollten Sie im weiteren
Jahresverlauf alle befallenen Blätter und Früchte beseitigen. Die
Sträucher sollten außerdem durch Schnittmaßnahmen licht und luftig
gehalten werden. Gegebenenfalls ist auch der Standort zu überprüfen.
Sternrußtau an
Rosen
Einen Befall
mit Sternrußtau erkennen Sie leicht: Im Frühjahr zeigen sich auf den
Blättern schwarze, sternförmige Flecken. Für eine direkte Bekämpfung
ist es, insbesondere in milden Lagen, jetzt bereits zu spät.
Vorbeugende Maßnahmen: Schaffen Sie einen lockeren, durchlässigen
Boden und einen gut durchlüfteten Standort, damit die Pflanzenteile
rasch abtrocknen können. Verwenden Sie möglichst keine Holzhäcksel
zum Abdecken der Pflanzflächen im Rosenbeet. Auch unter den Sorten
gibt es deutliche Unterschiede in der Anfälligkeit. Falllaub sollte
als bedeutende Infektionsquelle schon im Herbst gründlich entfernt
werden.
Wachstum der
Weinstöcke
Bleiben die
Triebe Ihrer Weinstöcke schon kurz nach dem Austrieb im Wachstum
zurück und sind die Blätter gekräuselt und weißlich bemehlt, liegt
ein Befall mit Echtem Mehltau vor. Bei häufigem Auftreten des Pilzes
sollten Sie Ihre Sortenwahl überdenken. Denn mittlerweile gibt es
eine Vielzahl von gegenüber dem Echten Mehltau resistenten Rebsorten,
die auch im Geschmack anderen bewährten Sorten in nichts nachstehen.
Die Rebenpockenmilbe zeigt sich schon kurz nach dem Austrieb mit
deutlichen, pockenartigen Erhebungen auf der Blattoberseite, die
häufig rot gefärbt sind. Unterseits tritt an diesen Stellen ein meist
heller Haarfilz auf. Bekämpfen müssen Sie einen Befall in der Regel
nicht, da der Schaden meist nur gering ist.
Nützlinge im
Garten fördern
Nützlinge wie
Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen und Schwebfliegen sind bei
der Kontrolle von Schädlingen im Garten bedeutsam. Um die Nützlinge
zu fördern, können Sie einen Blütenstreifen mit speziellen
Nahrungspflanzen anlegen. Beliebte einjährige Blütenpflanzen sind
Lein, Borretsch, Ringelblume, Sonnenblume, Lupine, Buchweizen,
Phazelie, Mohn und Kornblume. Geeignete mehrjährige Arten sind Gelb-
und Weißklee, Schafgarbe, Wegwarte, Wilde Möhre, Wiesenflockenblume
und Johanniskraut.
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