Hilfsaktion Togo Togoville e. V.
Ein Sturz mit Folgen
Kinderarzt Dr. Wolfgang Diebold berichtet:
Auf einen Baum geklettert und heruntergefallen. Nicht sehr hoch, nicht sehr schlimm. Aber - autsch - die linke Hand, der Arm tut weh. Aber es blutet nicht, wenn man die Hand nicht bewegt, dann tut es auch nicht weh. Wird schon wieder. Ein Verband und ein wenig Salbe werden sicher helfen. Sieht nur etwas seltsam aus, der Unterarm.
Tage, Wochen, Monate später tut es immer noch weh. Und sieht immer noch seltsam aus. Eher schlimmer als zuvor. Die Haut öffnet sich, von innen kommt etwas heraus, es wird schmierig, blutig. Eine chronische Wunde.
Aber zum Arzt oder gar ins Krankenhaus gehen - dafür fehlt der Familie das Geld. Kostet nämlich alles. Schon der Eintritt in die Klinik, der erste Arztkontakt muss bar bezahlt werden. Natürlich auch jedes Medikament, jeder Verband, jedes Pflaster, jedes Röntgenbild. Also - kein Krankenhaus. Entweder es heilt von allein - oder eben auch nicht. Für ein wenig Verbandsmaterial reichte das Geld gerade.
So wird uns Daniel 9 Monate nach dem Unfall vorgestellt.
In der Schule war der kleine Patient seit dem Unfall nicht mehr. Er habe doch immer wieder Schmerzen gehabt. Deshalb blieb er zu Hause.
Was wir unter dem unscheinbaren Verband entdecken, machte uns sprachlos. Es zeigte sich eine offene Wunde mit sichtbarem Knochen. Ein alter offener Bruch. Unfassbar - damit lebt der neunjährige Junge seit Monaten. Eine Infektion der Wunde hätte zum Verlust des ganzen Armes, evt. zum Tode führen können. Zur weiteren Versorgung musste er so schnell wie möglich in das nächste größere Krankenhaus. Wundversorgung und chirurgische Kunst führten am Ende zu einer Heilung. Allerdings mit bleibender Fehlstellung und Funktionsverlust. Besser ging es nicht. Es waren 9 Monate seit dem Unfall vergangen. Die Rechnungen für den Krankenhausaufenthalt und die Operation von insgesamt ein paar hundert Euro konnten wir begleichen. Ähnliche Fälle entdecken wir immer wieder. Unser Verein kann in solchen Fällen die Kosten, dank unserer Spender, in einem gewissen Umfang übernehmen. Die Familien können das Geld nie allein aufbringen. Entweder es wird von allein gut oder eben nicht. Medizinische Hilfe bei Unfall und Krankheit ist in Togo zwar zu finden, für einen großen Teil der Bevölkerung aber unbezahlbar. Humanitäre Organisationen sind oft die letzte Möglichkeit das Schlimmste zu verhindern. Unsere Spendengelder ermöglichen diese Hilfen.
Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten:
Hier die Konten des Vereins:
Empfänger Hilfsaktion Togo/ Togoville e. V
Raiffeisenbank Südhardt eG, IBAN:
DE49 6656 2053 0005 4020 00, BIC: GENODE61DUR
BBBank Karlsruhe, IBAN:
DE46 6609 0800 0002 7360 71, BIC: GENODE61BBB
Kontakt: Monika Holveck, 07245/937918, Patrice Sautier, 0157/51019893
E-Mail: info@togoville.org, Web:
www.togoville.org