Gemeinde garantiert ab 01.12. jedem Kind der Villa Kunterbunt einen Kindergartenplatz
Interimsunterbringung für 131 Kinder nach Brand im Kindergarten „Villa Kunterbunt“ gesichert
Die Taskforce der Gemeindeverwaltung Durmersheim aus Bürgermeister, Hauptamtsleiter, dem zuständigen Sachgebiet und dem Leitungsteam der Villa Kunterbunt hat am heutigen Freitag einen Maßnahmenkatalog beschlossen und die interimsweise Unterbringung der 131 Kinder des Kindergartens Villa Kunterbunt nach der Brandkatastrophe vorgestellt. Dank der raschen Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten geeignete Räumlichkeiten in den örtlichen Kindergärten Villa Sonnenschein und Villa Regenbogen bereitgestellt werden. Zudem soll kurzfristig der frühere Kindergarten St. Lioba neben dem Pfarrzentrum gegenüber dem Rathaus reaktiviert werden und ab Januar 2026 zur Verfügung stehen.
Erste Maßnahme: ab 01.12. Nutzung von Räumen im Neubau der Kinderkrippe Villa Sonnenschein durch die Villa Regenbogen
Die Kinderkrippe Villa Sonnenschein in der Weißenburger Straße verfügt über drei Gruppenräume, die für Kindergartengruppen entsprechend der dafür notwendigen Raumgröße größer gebaut wurden. Die dort derzeit untergebrachten Krippengruppen geben die Räume frei und ziehen in die Räume im Neubau der Villa Sonnenschein um. Somit entsteht Platz für Kindergartenkinder. Der derzeit aus zwei Gruppen bestehende Kindergarten Villa Regenbogen wird diese Räumlichkeiten nutzen und in die Villa Sonnenschein umziehen.
Dies umfasst auch das gesamte Kindergarten-Personal der Villa Regenbogen sowie die Spielsachen aus der Villa Regenbogen. Die Kinder der Villa Regenbogen behalten somit ihre Bezugserzieherinnen und -erzieher und ihre bekannten Spielsachen, so dass das gewohnte Umfeld für die Kinder soweit wie möglich gesichert ist.
Zweite Maßnahme: ab 01.12. Betreuung von 75 Kindern der Villa Kunterbunt im Gebäude der Villa Regenbogen
Durch diesen Wechsel entspannt sich die Personallage und die Räumlichkeiten der Villa Regenbogen in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße stehen leer. Ein für andere Zwecke genutzter Raum wird hierbei als zusätzlicher Gruppenraum eingerichtet. Insgesamt können so 75 Kinder der Villa Kunterbunt mit ihren Erzieherinnen und Erzieher einziehen und gemeinsam wieder in den Kindergartenalltag zurückfinden.
In den noch verbleibenden Wochen bis Weihnachten werden Kinder, die nicht in dem Gebäude der Villa Regenbogen untergebracht werden können, weiterhin auf die verschiedenen Kinderbetreuungseinrichtungen im Ort verteilt.
Dritte Maßnahme: kurzfristige Reaktivierung des früheren Kindergartens St. Lioba neben dem Pfarrzentrum gegenüber dem Rathaus zum Januar 2026
Der Gemeindeverwaltung wurden von Unternehmen aus ganz Deutschland eine Vielzahl von Container-Modellen zur Unterbringung der Kinder aus der Villa Kunterbunt angeboten. Zudem haben einige Kommunen Räumlichkeiten in ihren Gemeinden angeboten, die auch zum Teil von der Gemeindeverwaltung angeschaut wurden. Für die Gemeindeverwaltung lag die Priorität von Anfang an darauf, dass eine Unterbringung von Kindern in Containern vermieden werden soll und die Interimsunterbringung wohnortnah in Durmersheim erfolgt.
Die Kirchengemeinde Durmersheim-Au am Rhein, vertreten zwischenzeitlich durch den künftigen Pfarreiökonomen, Franz Zuber, hat unbürokratisch der Gemeinde den ehemaligen Kindergarten St. Lioba zur vorübergehenden Nutzung angeboten. Dort können vier Gruppen eingerichtet werden. Die Gemeindeverwaltung und die Kirchengemeinde werden zügig in Verhandlungen über eine Vermietung der Räumlichkeiten eintreten. Zudem ist die Gemeindeverwaltung im Austausch mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) zum Erhalt der notwendigen Betriebserlaubnis.
Im Vorgriff auf die Nutzung bereitet die Gemeindeverwaltung bereits die Instandset-zung der Räumlichkeiten vor. So erfolgt am heutigen Freitagvormittag eine Grundreinigung der Räumlichkeiten, der Bauhof richtet bereits die Außenfläche her. Ziel ist eine Inbetriebnahme ab Jahresbeginn 2026.
Wichtig war der Gemeindeverwaltung und dem Leitungsteam der Villa Kunterbunt eine Unterbringung der sieben Gruppen mit 131 Kindern auf so wenig Standorten wie möglich. Dies wird mit der Unterbringung im Kindergarten in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße (dann ehemals Villa Regenbogen) und im ehemaligen St. Lioba zukünftig gewährleistet sein.
Die Aufteilung der Gruppen erfolgte in enger Abstimmung mit den Leitungen der Einrichtungen und gewährleistet sowohl pädagogische Kontinuität als auch die Einhaltung aller sicherheits- und betreuungsrelevanten Standards.
Vierte Maßnahme: Vorantreiben der Planungen für den Neubau der Villa Kunterbunt am bisherigen Standort
Parallel zu den kurz- und mittelfristigen Maßnahmen wird der Neubau der Villa Kunterbunt am bisherigen Standort vorangetrieben. Wenn die Brandsachverständi-gen die Brandstelle freigegeben haben, erfolgt die Vorbereitung des Baufeldes.
Geplant ist von Seiten der Verwaltung erneut ein siebengruppiger Kindergarten. Dieser soll vorbehaltlich der Entscheidung des Gemeinderats in nachhaltiger Holzbauweise entstehen.
Die Gemeinde bedankt sich ausdrücklich bei den Teams der Kindergärten Villa Sonnenschein und Villa Regenbogen sowie bei allen Eltern für ihre Flexibilität und Unterstützung in dieser außergewöhnlichen Situation. Gemeinsam mit dem Gemeinderat werden nun die nächsten Schritte vorbereitet.
„Durmersheim steht zusammen, Durmersheim hilft einander. Es ist schön zu sehen, dass es nach der Brandkatastrophe innerhalb von drei Tagen gelungen ist, neben der Not- auch die Interimsunterbringung für 131 Kinder aufs Gleis zu setzen“, dankte Bürgermeister Klaus Eckert allen Beteiligten.
Stand: 28.11.2025, 14 Uhr
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In der vergangenen Nacht wurde die Kindertageseinrichtung Villa Kunterbunt durch einen Brand vollständig zerstört. Die Freiwillige Feuerwehr Durmersheim konnte mit der Unterstützung der umliegenden Wehren das Feuer löschen. Das Gebäude wurde von dem Flammeninferno komplett zerstört. Insgesamt sind 131 Kinder in sieben Gruppen betroffen.
Unter Hochdruck hat die Gemeindeverwaltung eine Notbetreuung auf die Beine gestellt. Ab Mittwoch, 26. November 2025 findet eine Notbetreuung in Kinderbetreuungseinrichtungen auf Gemeindegebiet statt. Die Einrichtungen werden durch das bestehende Personal der Villa Kunterbunt unterstützt. Somit haben die Kinder auch im neuen Umfeld ihre Bezugspersonen. Die Plätze sind vorrangig für Alleinerziehende sowie vollzeitbeschäftigte Eltern vorgesehen. Die Eltern wurden separat über die Notbetreuung informiert.
Eine langfristige Interimslösung für die Unterbringung der Kinder wird derzeit in enger Abstimmung der Verwaltung mit den Kindergartenleitungen erarbeitet.
Die Gemeinde hat ein Spendenkonto eingerichtet, um die Villa Kunterbunt zu unterstützen:
Kontoinhaber: Gemeinde Durmersheim
IBAN: DE16 6656 2053 0005 7025 18
Verwendungszweck: Durmersheim hilft
In Zeiten der Not zeigt sich, wie eng der Zusammenhalt im Ort ist. Bürgermeister Klaus Eckert zeigt sich dankbar: „Uns haben direkt Unterstützungsangebote aus den Nachbarkommunen, anderen Kindergärten sowie von Privatpersonen erreicht. Durmersheim steht zusammen und hilft.“
Stand: 25.11.2025, 14:45 Uhr
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Gegen
Mitternacht wurde die Freiwillige Feuerwehr Durmersheim über einen Vollbrand im
Kindergarten Villa Kunterbunt informiert. Die Villa Kunterbunt ist mit sieben
Gruppen und 131 Kindern der größte Kindergarten im Ort.
'Das ist heute für Durmersheim ein ganz schwarzer Tag', zeigte
sich Bürgermeister Klaus Eckert tief betroffen. Generationen von Durmersheimer
Bürgerinnen und Bürgern sind hier als Kinder in den Kindergarten gegangen, der
1974 gebaut wurde.
'Ich bin erleichtert, dass niemand zu Schaden gekommen ist. Mein
ausdrücklicher Dank gilt den
Einsatzkräften der Feuerwehr Durmersheim und allen unterstützenden Wehren sowie
dem Rettungsdienst, dem THW und der Polizei. Ihr professioneller und
entschlossener Einsatz hat ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbargebäude
verhindert.'
Am 1974 gebauten Gebäudebereich inklusive
der Gemeinschaftseinrichtungen ist Totalschaden entstanden. Auch der neu gebaut
Bereich ist erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden und wird auf absehbare
Zeit nicht mehr benutzbar sein. Die genaue Brandursache wird derzeit durch die
Polizei und die Brandermittler untersucht.
Alle Eltern wurden bereits in der Nacht
darüber informiert, dass die Kinder der Villa Kunterbunt am heutigen Dienstag
nicht betreut werden können. Die Gemeindeverwaltung hat eine Task Force
eingerichtet, um schnellstmöglich eine Betreuung der 131 Kindern in den
nächsten Tagen auf die Beine zu stellen. Wir
setzen alles daran, so schnell wie möglich Ersatzräume bereitzustellen und den
Kindern sowie ihren Familien wieder stabile Betreuungsstrukturen anbieten zu
können, so Bürgermeister Klaus Eckert. Die Eltern werden zeitnah informiert. Ebenso erfolgt
eine enge Abstimmung mit den beteiligten Fachbehörden und der
Versicherungsstelle.
In Absprache mit dem Gemeinderat ist
schnellstmöglich geplant, die Villa Kunterbunt neu zu errichten. Heute ist aber
erstmal ein Tag der Trauer, so Bürgermeister Klaus Eckert abschließend.
Stand: 25.11.2025, 10:30 Uhr